Passauer Neue Presse vom 20.05.2017

Stadel brennt lichterloh

120 Feuerwehrler im Einsatz – Schaden über 100 000 Euro – Drei Verletzte – Kripo ermittelt

Beim Brand in Straß waren vor allem die Atemschutzträger gefordert.


Fürstenzell. Als die Sirenen der Einsatzkräfte kurz vor 19 Uhr am Freitag zu hören waren, dachte man eher ans Gewitter, das erwartet wurde und vielleicht ja schon etwas angerichtet hat ein paar Kilometer entfernt. Aber der Grund fürs Ausrücken der Feuerwehren war etwas ganz anderes: Vollbrand eines landwirtschaftlichen Nebengebäudes in Straß, einem kleinen Weiler zwischen Jägerwirth und Sandbach.
Acht Feuerwehren vor Ort. "Um 18.52 Uhr ging der Alarm", sagt Roland Schreiber, Einsatzleiter Rettungsdienst. Drei Verletzte mussten von den Rettungskräften erstversorgt werden, zwei von ihnen waren gegen 19.30 Uhr auf dem Weg ins Krankenhaus zur weiteren Behandlung. Erste Diagnose: Rauchvergiftung.
Weitere Personen waren nicht verletzt, doch der Rettungsdienst blieb mit drei Sankas an der Brandstelle. "Wir sind da, um die Feuerwehrler abzusichern", erklärt der Einsatzleiter vom BRK. Und das waren viele, rund 120 Kräfte von acht Feuerwehren darunter die Kameraden aus Fürstenzell, Rehschaln, Jägerwirth, Sandbach und Ortenburg.
Als die Jägerwirther als erste vor Ort waren, stand der Stadel schon in Flammen. Weitere Kameraden kamen nach – und alle hatten zu tun: Die Feuerwehrler mussten nicht nur gegen das Feuer ankämpfen, damit es nicht auf den daneben liegenden Stall mit den Zuchtsauen übergreift, sondern auch mit dem stürmischen Wind, der starken Rauchentwicklung und dem Aufbau der Löschwasserversorgung.
"Hoffentlich bleibt’s bei den drei Verletzten", sagt Roland Schreiner.
In einer ersten Stellungnahme war von der Polizei zu erfahren, dass das brennende Nebengebäude früher ein Stall war, inzwischen aber als Lager genutzt wird.
Brandermittler nimmt Arbeit auf. Aussagen über Brandursache oder Schadenshöhe gab es gestern bis Redaktionsschluss nicht. Nur soviel: Die Brandermittler der Kripo werden ihre Arbeit aufnehmen, die Schadenssumme wird 100000 Euro wohl überschreiten. Das ganze Ausmaß wird sich erst in den nächsten Tagen herausstellen.

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